Der Spiegel meldet:
Ja, der 3. Oktober ist ein besonderer Tag. Sogar weltweit, nur nicht
zwangsläufig ein Feiertag. Während Deutschland sich über die Einheit
freut, ärgern sich Bürgerrechtler über die Schutzmechanismen der
Content- und Hardwareindustrie.
Ausgerechnet ein Disney-Boss soll zum Thema digitales Rechtemanagement
(DRM) gesagt haben: "Wenn die Kunden merken, dass es einen DRM-Schutz
gibt, was er ist und wie er funktioniert, dann sind wir schon
gescheitert." Das Zitat ist freilich aus dem Zusammenhang gerissen,
verdeutlicht aber trotzdem, wohin die Anti-DRM-Bewegung will, indem sie heute weltweit zum Protesttag gegen DRM aufruft:
Die unbedarften Konsumenten aufklären, in welcher Weise die
Unterhaltungsindustrie den freien Umgang mit Inhalten beschränkt, die
Käufer gängelt und letzten Endes deren Bürgerrechte einschränkt.
Kaputt
von Anfang an, Defective by Design heißt die Initiative der Free
Software Foundation, der Urheberin der Kampagne. Mit Aufklebern und
spektakuläreren Aktionen - Demonstranten im Schutzanzug warnen
Apple-Käufer vor einer "DRM-Infektion" ihrer iPods - soll beim den
Kunden das Bewusstsein geschärft werden, auf DRM-geschützte Produkte zu
verzichten. Wenn nicht aus ideologischen Gründen, dann zumindest aus
dem Unwillen heraus, defekte Ware zu kaufen.
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