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Sonntag, 1. Oktober 2006
Die Zeit meldet:
Während der Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar die Pläne am Wochenende ablehnte, unterstützte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) das Vorhaben, zahlreiche persönliche Schülerdaten künftig in dem bundesweiten Register zu erfassen. "Gerade in Deutschland leiden wir darunter, dass wir keine langfristigen Datenerhebungen besitzen", sagte die Ministerin. Diese seien aber Voraussetzung für eine wissensgestützte Bildungspolitik. Die skandinavischen Länder hätten mit entsprechenden Erhebungen bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.
In den vergangenen Tagen waren Pläne der Kultusministerkonferenz bekannt geworden, ab spätestens 2008 ein Zentralregister mit Schülerdaten einzurichten. Dafür soll jeder Schüler eine Identitätsnummer erhalten, unter der sein gesamter Bildungsverlauf gespeichert ist. Erfasst werden sollen nicht nur Name, Herkunft und Geschlecht, sondern auch die Sprache des Elternhauses sowie Angaben, ob der Schüler eine Klassenstufe wiederholen musste und welchen Abschluss er in welchem Schuljahr erreicht hat.
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